Selektives Laserschmelzen (SLM) | Quelle: Breig (KIT), Zanger (KIT)

Ein InnovationsCampus Mobilität schafft durch wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Grundlagenforschung und neue Innovationsprozesse disruptive Technologien in den Strategiefeldern „Advanced Manufacturing“ und emissionsfreie Mobilität.

 

Das Forschungsprojekt „InnovationsCampus – Mobilität der Zukunft“ hat sich das Ziel gesteckt, neue Technologien für emissionsfreie Antriebe der Zukunft hervorzubringen. Es wurde im Juli 2019 zwischen der Universität Stuttgart und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ins Leben gerufen und wird vom Ministerium Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg mit rund 10 Millionen Euro gefördert.

 

Bild1: SLM-Prozess (Quelle: Markus Breig, KIT)

Bild1: SLM-Prozess | Quelle: Markus Breig, KIT

 

Mit der transuniversitären Forschung und dem Ziel, schnell und flexibel disruptive Technologien zu entwickeln, ist der InnovationsCampus ein neuartiges Förderinstrument. Dabei bündeln das KIT und die Universität Stuttgart ihre Kompetenzen in anwendungsorientierter Forschung und Innovation, um neue Formen der Mobilität, flexible Produktionstechnologie, neuartige additive Fertigungsverfahren und zukünftige Wertschöpfungsnetzwerke vorauszudenken und interdisziplinär zu erforschen. Dabei werden neue Ansätze erprobt und die Basis für zukünftige Innovationen in den Strategiefeldern „Advanced Manufacturing“ und „emissionsfreie Mobilität“ geschaffen.

 

Aufstrebende Technologien im Fokus

Das wbk – Institut für Produktionstechnik startet mit „Advanced Manufacturing“ in das Forschungsvorhaben. Dieser Bereich stellt besonders neue aufstrebende Technologien, Fertigungsmethoden und Materialien in den Fokus, von denen disruptive Effekte für die Produktion von morgen ausgehen können. Der Forschungsbereich Fertigungs- & Werkstofftechnik beschäftigt sich auf der einen Seite mit der Herstellung von gezielt porösen Stahlbauteilen im Laser Powder Bed Fusion-Verfahren. Auf der anderen Seite sollen mithilfe des Lithography-based Ceramic Manufacturing-Verfahrens innenliegende Leiterbahnen in keramischen Bauteilen hergestellt werden. Der Forschungsbereich Maschinen, Anlagen & Prozessautomatisierung hat das Ziel, eine Anlage zur additiven Herstellung von Kunststoffbauteilen mit integrierten metallischen & mechatronischen Funktionskomponenten zu entwickeln. Der Bereich Produktionssysteme erarbeitet Methoden zur Inline-Qualitätssicherung dieser Anlage.

 

Bild2: Ziele & Projektpartner (Quelle: wbk KIT)

Bild2: Ziele & Projektpartner | Quelle: wbk KIT

 

Potenziale der additiven Fertigung

Das Institut für Werkzeugmaschinen (IfW) sowie das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart starten ebenfalls im Bereich „Advanced Manufacturing“. Zielsetzung ist hier eine endkonturoptimierte Produktion sowie die Eigenschaftsoptimierung additiv hergestellter Bauteile. Dabei sollen lokal angepasste mechanische Eigenschaften von additiv hergestellten Bauteilen durch aufeinanderfolgende Prozessschritte belastungsgerecht erzeugt werden. Neben einer anwendungsoptimierten Bahnplanungsstrategie während des Bauprozesses sollen auch Randzoneneigenschaften beeinflusst und genauer untersucht werden.
Die Pilotprojekte enden im Sommer 2021, der InnovationsCampus selbst läuft fünf Jahre.

 

Beitragsbild: Selektives Laserschmelzen (SLM) | Quelle: Breig (KIT), Zanger (KIT)

 


 

Mehr Informationen

www.innovationscampus-mobilitaet.de

 

Förderer

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg (MWK)

 

Ansprechpartner

wbk Institut für Produktionstechnik
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Volker Schulze
Tel.: +49 721 608 42440
E-Mail: volker.schulze@kit.edu

Institut für Werkzeugmaschinen (IfW)
Universität Stuttgart

Prof. Hans-Christian Möhring
Tel.: +49 711 685 83773
E-Mail: hc.moehring@ifw.uni-stuttgart.de

Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW)
Universität Stuttgart

Prof. Alexander Verl
Tel.: +49 711 685 82422
E-Mail: alexander.verl@isw.uni-stuttgart.de