Die WGP organisiert am 21. September 2017 im Rahmen der EMO Hannover das Symposium „Production for Tomorrow“. Acht Vorträge von Vertretern renommierter WGP-Institute öffnen ein Fenster zur Produktion von morgen – und zwar weniger mit Blick auf Digitalisierung und Vernetzung, sondern mehr auf die klassischen Technologien. Damit setzen Die Wissenschaftler einen gewissen Kontrapunkt zu der WGP-Sonderschau „industrie 4.0 area“, die während der gesamten EMO zu sehen ist.

 

Die Motivation für dieses Symposium erläutert Prof. Eberhard Abele, Präsident der WGP:
„Energiewende, Elektromobilität, Medizinprodukte,– für alle Bereiche einer modernen Gesellschaft sind hochpräzise mechanische Teile und Komponenten notwendig, die auf Werkzeugmaschinen gefertigt werden müssen. Die Digitalisierung des Unternehmens, die horizontale und vertikale Vernetzung der Maschinen wird ein wesentlicher Schritt hin zur Produktion der Zukunft sein. Nichtsdestotrotz sollte die Aufmerksamkeit, die das Thema Industrie 4.0 genießt, nicht dazu führen, die zahlreichen Innovationen in konventionellen Technologien zu vergessen – zumal die Vernetzung derzeit noch viel zu oft und an zu vielen Stellen an die Grenzen der Realität stößt. Innovationen im Bereich der Messtechnik, der Antriebstechnik oder der Laserstrahlquellen steigern kontinuierlich die Qualität von Werkzeugmaschinen in Bezug auf Präzision, Verfügbarkeit, Effizienz und Produktivität.

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik ist als ein Zusammenschluss führender Professoren des Maschinenbaus am Puls der Zeit, nicht nur, was Industrie 4.0 betrifft, sondern insbesondere auch bezüglich technologischer Innovationen bei Werkzeugmaschinenkompo-nenten, Werkzeugen oder Automatisierungskonzepten.“

Mit dem Symposium „Production for Tomorrow“ wollen wir – im Gegensatz zur Sonderschau industrie 4.0 area  – die Aufmerksamkeit sehr bewusst auf eben solche Innovationen lenken, die unabhängig vom Vernetzungsgedanken die High-End-Qualität von Werkzeugmaschinen auch für die kommenden Jahren garantieren werden.

 

Auf einen Blick

Was: Symposium Production for Tomorrow
Wann: 21. September 2017, 10.00 bis 14.00 Uhr
Wo: Convention Center CC, Saal 3B
Organisation: WGP, VDW
Sprache: Englisch
Gebühr: 185 Euro, bis 18. August 155 Euro
Anmeldung: www.emo-hannover.de/konferenzen
Kontakt: Gerda Kneifel, WGP/VDW, Tel. +49 (0)69 756081-32, kneifel@wgp.de

 

Programm

Keynote

10:00 Uhr Produktionstechnik 2025 – Herausforderungen und Chancen
Prof. Eberhard Abele, Präsident der WGP

 

Maschinentechnik

10:30 Uhr Intelligente Maschinenmodule für die Produktion von morgen
Prof. Hans-Christian Möhring, Institut für Werkzeugmaschinen (IfW) Stuttgart
10:55 Uhr Die nächste Stufe von SPS-Programmtests an Werkzeugmaschinen
Karl Kübler, Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW), Stuttgart
11.20 Uhr Neue Ansätze, die Grenzen von Werkzeugmaschinen zu verschieben
Prof. Berend Denkena, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), Hannover

 

Hocheffiziente Fertigungsprozesse

12:20 Uhr Optimierung von Bohrwerkzeugen für industrielle Anwendungen
Prof. Jan C. Aurich, Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK), Kaiserslautern
12:45 Uhr Hybride Bearbeitungsstrategie für den Einsatz beim Hochleistungsfräsen schwer zerspanbarer Werkstoffe
Christopher Praetzas, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW), Darmstadt
13:10 Uhr Highspeed-Ultrapräzisionsfertigung
Dr. Lars Schönemann, Institut für Werkstofftechnik (IWT), Bremen
13:35 Uhr Networking-Lunch